Unsere Ziele

Zusammenfassung

Der Freiraum bzw. der Grüngürtel um Wendisch Evern soll erhalten bleiben.
Unser Dorf soll attraktiv bleiben für alle Einwohner*innen. Wir wohnen ruhig, mit viel Natur drumherum und guter Luft. Wir treten vor die Tür und können uns in unserer Nahumgebung z.B. durch Spazierengehen, Wandern und Radfahren erholen.

Die wertvollen landwirtschaftlichen Nutzflächen rund um Wendisch Evern sollen erhalten bleiben.
Sie sind uns wichtiger als wirtschaftlich oder politisch gewollte Projekte zu Lasten der Nutzflächen. Wir wollen, dass die örtlich ansässigen und verwurzelten Landwirte weiterhin ein sicheres Einkommen haben und gute Nahrungsmittel produzieren können.

Wir wollen die Zukunft unseres Dorfes ohne Druck von außen selbst entwickeln.
Wir wollen diese in einem Dorfentwicklungsprozess gemeinsam bestimmen. Wendisch Evern soll sich von innen heraus entwickeln und sich nicht zersiedeln. Ein Zusammenwachsen mit Lüneburg ist nicht gewünscht.

Wir wollen, dass unsere Einwohner*innen in einem lebendigen Ort leben.
Das bewusst gewählte dörfliche Erleben mit rühriger Schule, Kindergarten, Krippe und aktiven Vereinen soll erhalten bleiben.

Details

Eingriffe in die Umwelt

Wir sehen die Eingriffe in die Umwelt als grundsätzlich bedenklich an. Nahezu jedes Projekt würde Fläche versiegeln, die womöglich auch auf dem Gebiet der Gemeinde ausgeglichen werden müssten. In den klimatisch wichtigen Freiraum um Wendisch Evern, der zur Belüftung der Stadtflächen Lüneburg beiträgt, würde eingegriffen.

Gleiches gilt auch für Lärmeinflüsse aller Art. Die Lärmschutzverordnung des Bundes soll zwar die Menschen schützen, bezieht aber nicht die subjektive Lärmempfindlichkeit des einzelnen Menschen gegenüber einzelnen Geräuschen ein. Veränderte verkehrliche Bewegungen – ausgelöst durch Bauprojekte werden nicht durch die Verordnung erfasst, sondern nur gutachtlich bewertet.

Letztlich werden diese Einflüsse auf die Sinne von vielen Menschen nicht gut vertragen und lösen nicht bei allen entlastende Gewöhnungsprozesse aus.

Uns gefällt das bisherige Landschaftsbild von landwirtschaftlichen Nutzflächen, die sich im Jahreslauf verändern.

Dorfentwicklung in der eigenen Hand behalten

Die Wendisch Everner*innen möchten ihr Dorf selbst gestalten und die innere gemeindliche Zielrichtung bestimmen. Das Dorf hat in den letzten Jahren viel für seine eigene dörfliche Identität getan und wir möchten dies auch mit den Einwohner*innen über den Gemeinderat weiter vorantreiben. Es soll für die Bürger dieser Gemeinde noch stärker ein „Dorf mit Zukunft“ werden, als es bisher schon ist.

Die BI sieht diese Zukunft in der ländlichen Struktur der Gemeinde. Solange die Gemeinde noch an dieser Dorfentwicklungsplanung arbeitet und über die bestmögliche Zielrichtung diskutiert, sollte die Gemeinde auf keinen Fall in eine andere Planung einsteigen. Die Gemeinde sollte selbst handelnd und gestaltend agieren, anstatt auf Anfragen von außen zu reagieren und landwirtschaftliche Flächen weggeben.

Wir haben eine lebendige Grundschule, einen Kindergarten und eine Krippe. Die Wendisch Everner Elternschaft hat bereits vor Jahrzehnten mit großem Einsatz für den Erhalt der Schule gekämpft und konnte sie erhalten. Beim Umbau der Schule ist die Glocke auf dem Turm wieder aktiviert worden. Sie hatte 30 Jahre lang geschwiegen. Kommentar einer Bewohnerin: „Jetzt sind wir wieder ein richtiges Dorf.

Wir haben aktive Vereine mit engagierten Menschen. Wendisch Everner Bürger/Bürgerinnen haben mit großem persönlichen Einsatz für das Dorf ein „Dorfgemeinschaftshaus” erschaffen. Auf Initiative eines Wendisch Everners ist ein Backhaus gebaut worden – eine kleine Attraktion. Eine Gruppe bringt die Wendisch Everner über das Internet zusammen mit einem Angebot sich gegenseitig zu helfen (Tauschsau). Es gibt eine WhatsApp-Gruppe mit über 130 Teilnehmern, in der Infos über Wendisch Evern ausgetauscht, Katzen und Hunde gesucht und gefunden und Nachbarschaftshilfe organisiert wird. Im Dorf gibt es eine rudimentäre „Versorgungeinrichtung“ mit dem Regiomaten.

Die Vereine haben über Jahrzehnte ihre Sportstätten überwiegend durch Eigenleistung erbaut. Der SV veranstaltet seit Jahren mit Erfolg die „Blau-gelbe-Nacht“.

Die Friedhofskapelle ist von Maurern des Ortes in Eigenarbeit errichtet worden. Wendisch Everner haben den „Gedenkort Timeloberg“ initiiert zur Erinnerung an die Teilkapitulation der norddeutschen Armeen am 04.05.1945. Wendisch Everner haben den „Zeitloslauf“ initiiert, der ebenfalls daran erinnert.

Ein Landwirt öffnet im Herbst das Tor seiner Weide, damit die Kinder dort rodeln können. Er kann sich dabei darauf verlassen, dass die Eltern die Haftung selbst übernehmen. Bei Bedarf sind Landwirte gern bereit, mit einer Maschine auszuhelfen.

Ein Symbol aus dem Gemeindewappen hat sich zu einem starken Identifikations-Symbol entwickelt: der Eberkopf. Es gibt eine rhythmisch ansprechende „Dorfhymne“.

Der Grüngürtel bzw. Freiraum um unser Dorf

Der Erhalt des Freiraums bzw. Grüngürtels mit seinen wertvollen landwirtschaftlichen Nutzflächen, Waldinseln und Hecken, der Wendisch Evern von Lüneburg abgrenzt, hat für uns allerhöchste Priorität. Den gesellschaftlichen Wert von landwirtschaftlicher Nutzfläche schätzen wir daher als sehr hoch ein.

Der Lückenschluss

Aufgrund der eigenen Identität der Gemeinde Wendisch Evern wird ganz bewusst kein Lückenschluss nach Lüneburg (z.B. über ein Gewerbegebiet) gesucht. Dies ist nicht im Interesse der Weiterentwicklung und Eigenständigkeit der Gemeinde Wendisch Evern und war bisher niemals eine Zielsetzung eines Gemeinderates von Wendisch Evern.